Ein Viertel.
Viele Perspektiven.
Das Maisel-Viertel entsteht nicht nur aus Plänen, Gebäuden und Ideen – sondern vor allem durch die Menschen, die es entwickeln, gestalten, begleiten und mit Leben füllen.
Auf dieser Seite kommen genau diese Menschen zu Wort: Architektinnen und Architekten, Bauherren, soziale Träger, Studierende, Projektbeteiligte, zukünftige und heutige Mieterinnen und Mieter sowie viele weitere Wegbegleiter. Sie erzählen von ihren Ideen, Erwartungen, Erfahrungen und ganz persönlichen Blickwinkeln auf das Maisel-Viertel.
So entsteht nach und nach ein vielseitiges Bild eines Quartiers im Wandel – ehrlich, persönlich und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Und die Geschichte wächst weiter: Regelmäßig kommen neue Interviews hinzu. Es lohnt sich also, immer wieder vorbeizuschauen und neue Menschen rund um das Maisel-Viertel kennenzulernen.

Interview mit dem Vorstand der Joseph‑Stiftung
Als Vorstand der Joseph-Stiftung begleitet Markus Jakob die Entwicklung des Maisel-Viertels aus der Perspektive des Bauherrn und Quartiersentwicklers. Sein Anspruch: nicht einfach neuen Wohnraum zu schaffen, sondern einen lebendigen, vielfältigen und langfristig lebenswerten Stadtbaustein für Bamberg.
Im Interview spricht er über soziale Durchmischung, nachhaltige Quartiersentwicklung, Verlässlichkeit und die Vision hinter einem Ort, der Menschen und Lebensmodelle miteinander verbindet.
Markus Jakob
Bauherr
Frage: Herr Jakob, das Maisel-Viertel ist eines der spannendsten Stadtentwicklungsprojekte in Bamberg. Was macht dieses Quartier so besonders?
Markus Jakob: Das Maisel-Viertel steht für eine ganzheitliche und zukunftsorientierte Quartiersentwicklung. Auf dem ehemaligen Brauereigelände entsteht ein lebendiger Stadtbaustein, in dem Wohnen, Leben, Arbeiten und soziale Infrastruktur sinnvoll miteinander verbunden werden.
Uns war von Anfang an wichtig, nicht nur Wohnraum zu schaffen, sondern ein echtes Quartier mit hoher Lebensqualität. Dazu gehören neben Eigentumswohnungen und Reihenhäusern auch geförderter Wohnungsbau, studentisches Wohnen, eine Kindertagesstätte sowie soziale Einrichtungen.
Das Ergebnis ist ein vielfältiges Wohnumfeld, das Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen ein Zuhause bietet.
Frage: Stichwort Vielfalt: Welche Rolle spielt die soziale Durchmischung im Maisel-Viertel?
Markus Jakob: Eine zentrale Rolle. Für uns als kirchliches Wohnungsunternehmen ist es ein wesentlicher Anspruch, Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zu schaffen.
Im Maisel-Viertel leben künftig Familien, Paare, Studierende und auch Menschen mit besonderen Unterstützungsbedarfen Tür an Tür. Ergänzt wird dies durch soziale Einrichtungen wie eine Kindertagesstätte und die Bartolomeo-Garelli-Schule
Diese Mischung ist kein Zufall, sondern bewusstes Konzept – denn lebendige Nachbarschaften entstehen nur dort, wo Vielfalt gelebt wird.
Frage: Die Joseph‑Stiftung tritt als Bauherr und Entwickler auf. Wofür steht Ihr Unternehmen grundsätzlich?
Markus Jakob: Die Joseph‑Stiftung steht seit über 75 Jahren für verantwortungsvollen Wohnungsbau mit klaren Werten. Wir planen, bauen und verwalten Immobilien mit dem Ziel, Menschen unterschiedlicher Lebenssituationen ein gutes Zuhause zu ermöglichen.
Unser Handeln basiert auf einem stabilen Wertefundament: wirtschaftlich, aber immer auch sozial und ökologisch gedacht. Wir verbinden Zukunftsorientierung mit einem klaren Verantwortungsbewusstsein gegenüber Gesellschaft und Umwelt.
Dabei geht es uns nicht um kurzfristige Effekte, sondern um langfristig stabile Lebensräume.
Frage: Viele Käufer legen heute großen Wert auf Sicherheit und Verlässlichkeit. Was können Sie Interessenten hier mitgeben?
Markus Jakob: Verlässlichkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Als Stiftung verfolgen wir ein nachhaltiges Geschäftsmodell und handeln nicht kurzfristig gewinnorientiert, sondern mit Blick auf langfristige Qualität und Werterhalt.
Unsere langjährige Erfahrung im Wohnungsbau und in der Quartiersentwicklung ermöglicht es uns, Projekte wie das Maisel-Viertel verantwortungsvoll umzusetzen. Wir begleiten unsere Käufer von der Planung bis weit über die Übergabe hinaus.
Für Interessenten bedeutet das: Sie investieren nicht nur in eine Immobilie, sondern in ein durchdachtes und nachhaltig entwickeltes Zuhause.
Frage: Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Maisel-Viertels?
Markus Jakob: Wir wünschen uns, dass hier ein Quartier entsteht, in dem sich Menschen wohlfühlen, sich begegnen und langfristig zuhause sind.
Das Maisel-Viertel soll ein Ort sein, der verbindet – Generationen, Lebensmodelle und Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen. Genau darin liegt für uns der eigentliche Wert dieses Projekts.

Interview mit den Architekten
Als Architekten der Joseph-Stiftung begleiten Gerald Wunder und Christian Müller die Entwicklung des Maisel-Viertels von der ersten Idee bis zur baulichen Umsetzung. Ihr Anspruch: die Geschichte des ehemaligen Brauereigeländes zu bewahren und gleichzeitig ein modernes, vielfältiges Quartier mit hoher Wohn- und Lebensqualität zu schaffen.
Im Interview sprechen sie über die architektonische Idee hinter dem Quartier, den Gebäudetyp E, den bewussten Einsatz von Holz und wiederverwendeten Materialien sowie darüber, wie einfaches Bauen, gestalterische Qualität und Zukunftsfähigkeit miteinander verbunden werden können.
Gerald Wunder und Christian Müller
Architekten
Frage: Herr Müller, was war die grundlegende Idee hinter der Gestaltung des Maisel-Viertels?
Christian Müller: Die zentrale Idee war es, aus dem ehemaligen Brauereigelände ein modernes, lebendiges Quartier zu entwickeln, das zugleich die Geschichte des Ortes respektiert.
Wir wollten eine Architektur schaffen, die sowohl zeitgemäß als auch identitätsstiftend ist – mit klaren Strukturen, guten Materialien und einem starken Bezug zum Quartiersgedanken. Dabei stand immer das Zusammenspiel der Gebäude und der Bezug zum historischen Kontext des Viertels im Vordergrund, nicht nur das einzelne Haus.
Frage: Eine Besonderheit im Maisel-Viertel sind die Reihenhäuser im „Gebäudetyp E“. Was zeichnet diese konkret aus?
Christian Müller: Der „Gebäudetyp E“ verfolgt das Prinzip des „einfachen Bauens“. Das bedeutet konkret: durchdachte Reduktion statt Überkomplexität – und genau darin liegen die Vorteile für die späteren Bewohner.
Die Reihenhäuser sind kompakt geplant und verfügen über effizient gestaltete Grundrisse. Dadurch werden Flächen optimal genutzt, was sowohl die Baukosten als auch den späteren Unterhalt reduziert.
Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität: Da es keine tragenden Innenwände gibt, können Grundrisse teilweise individuell angepasst werden. Gleichzeitig wird die technische Ausstattung bewusst auf das Wesentliche konzentriert – das macht die Gebäude wartungsarm und nachhaltig. Kurz gesagt: Der Gebäudetyp E bietet eine seltene Kombination aus Funktionalität und Zukunftsfähigkeit – gerade für Familien im städtischen Umfeld.
Frage: Die Joseph‑Stiftung tritt als Bauherr und Entwickler auf. Wofür steht Ihr Unternehmen grundsätzlich?
Gerald Wunder: Die Joseph‑Stiftung steht seit über 75 Jahren für verantwortungsvollen Wohnungsbau mit klaren Werten. Wir planen, bauen und verwalten Immobilien mit dem Ziel, Menschen unterschiedlicher Lebenssituationen ein gutes Zuhause zu ermöglichen.
Unser Handeln basiert auf einem stabilen Wertefundament: wirtschaftlich, aber immer auch sozial und ökologisch gedacht. Wir verbinden Zukunftsorientierung mit einem klaren Verantwortungsbewusstsein gegenüber Gesellschaft und Umwelt.
Dabei geht es uns nicht um kurzfristige Effekte, sondern um langfristig stabile Lebensräume.
Frage: Welche Rolle spielt die Bauweise – insbesondere Holz – im Maisel-Viertel?
Gerald Wunder: Die Materialität ist ein zentraler Bestandteil des architektonischen Konzepts. Holz spielt dabei eine wichtige Rolle, insbesondere durch vorgefertigte Fassadenelemente, die seriell hergestellt werden können.
Das bringt mehrere Vorteile mit sich:
- eine hohe Bauqualität durch Vorfertigung,
- eine schnellere Bauzeit,
- sowie eine insgesamt nachhaltige und ressourcenschonende Bauweise.
Darüber hinaus ist angedacht, Materialien wie Holz, Ziegelstein und Beton bewusst sichtbar zu lassen – also ehrlich mit ihren Eigenschaften umzugehen.
Diese klare, authentische Materialität prägt nicht nur die Optik, sondern auch die Wahrnehmung der Gebäude. Zudem spielt der Aspekt Kreislaufwirtschaft ein wichtige Rolle im Projekt. Beispielsweise durch die Verwendung der alten Ziegelsteine stellen wir aktiv einen Bezug zur alten Brauerei her.
Frage: Gilt dieser nachhaltige Ansatz nur für die Reihenhäuser oder für das gesamte Quartier?
Christian Müller: Der Grundgedanke zieht sich durch das gesamte Maisel-Viertel. Bei Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Reihenhäusern geht es gleichermaßen darum, langlebige, nachhaltige und wirtschaftliche Gebäude zu schaffen.
Die Kombination aus effizienter Bauweise, reduzierter Technik und bewusst eingesetzten, ökologisch verträglichen Materialien ist ein durchgängiges Prinzip im Quartier.
Frage: Wie wirkt sich das architektonische Konzept konkret auf die Wohnqualität aus?
Christian Müller: Sehr positiv. Die klare Struktur der Gebäude sorgt für gut nutzbare Grundrisse und helle Räume. Gleichzeitig entsteht durch die durchdachte Planung ein angenehmes, ruhiges Wohnumfeld ohne unnötige technische Komplexität.
Die Bewohner profitieren also nicht nur beim Kauf, sondern auch im Alltag – etwa durch geringere Betriebskosten, einfache Wartung und flexible Nutzungsmöglichkeiten.
Frage: Was macht das Maisel-Viertel aus architektonischer Sicht insgesamt besonders?
Gerald Wunder: Es ist die Verbindung aus solidem Bauen, sinnvoller Innovation, gestalterischer Qualität, nachhaltiger Materialwahl und einem starken Quartiersgedanken.
Mit dem Gebäudetyp E werden bewusst neue Wege gegangen, um Wohneigentum wieder breiter zugänglich zu machen. Gleichzeitig entsteht durch die vielfältige Nutzung und die durchgängige Qualität ein Quartier, das langfristig Bestand hat und sich weiterentwickeln kann.





